Im April warnte die UNO, dass sich die Zahl der Menschen, die weltweit mit akutem Hunger leben, aufgrund von COVID-19 bis Ende 2020 verdoppeln werde, «wenn nicht rasch gehandelt wird». Es wurde kaum beachtet, dass es sich hier nicht um eine Krise der Nahrungsmittelproduktion handelt – denn wir haben genug Lebensmittel auf der Welt, um alle zu ernähren –, sondern um eine Auswirkung sozialer Ungleichheit. Auch resultiert die Hungersnot, die sich auf der Welt breit macht, nicht aus Ressourcenknappheit – sondern daraus, dass das eine Handvoll Agrobusiness-Konglomerate Profit über Menschenleben stellen.
Was in den 1990er Jahren als Handelskonflikt begann, ist inzwischen so eskaliert, dass die Vereinigten Staaten China existenziell herausfordern. Die Drohungen gegen China werden aus völlig rationalen Gründen fortgesetzt: Die USA sehen, dass die chinesische Wirtschaft langsam die größte der Welt wird, und die Vereinigten Staaten verstehen, dass China bald die fortschrittlichste Technologie produzieren wird. Verschiedene hybride Kriegstechniken zur Schwächung oder zum Sturz der Regierung sind in diesem Fall schlicht keine Option. Das einzige Mittel, das den Vereinigten Staaten bleibt, um an ihrer Macht festzuhalten ist die Androhung von Waffengewalt.
Ausgelöst durch die Oktoberrevolution von 1917 begannen indische Arbeiter eine Serie von Streiks, die schließlich 1920 zur Gründung der All India Trade Union Congress führte. Die durch die Oktoberrevolution und die Streikwelle erzeugte Energie schuf die Voraussetzungen für die Gründung der indischen kommunistischen Bewegung vor hundert Jahren. Unser Dossier Nr. 32 (September 2020) ist eine Hommage an hundert Jahre kommunistische Bewegung in Indien.
Gauri Gill, Untitled (32) from the series Acts of Appearance, 2015.
Das kapitalistische System ist kein Opfer der Pandemie; die herrschenden Klassen haben von der Zukunft geborgt, um ihre Nerven zu beruhigen. Die Pandemie hat dem kapitalistischen System Schocks zugefügt und die Unterschiede zwischen bürgerlichen Regierungen und Ländern mit sozialistischen Regierungen herausgestellt. Im Newsletter dieser Woche betrachten wir sechs komplexe Aspekte der Pandemie: den Angriff auf die Menschheit, die Zerstörung des Kleinunternehmers, die Verhärtung der Geschlechterhierarchien, den Angriff auf die Demokratie, die Nutzung der Umweltkrise zur Rettung des Kapitalismus und die Nutzung der Krise zum Angriff auf China.
Am 18. August verließen Soldaten der Kati-Kaserne vor Bamako (Mali) ihre Posten, verhafteten Präsident Ibrahim Boubacar Këita (IBK) und Premierminister Boubou Cissé und gründeten das Nationale Komitee zur Rettung des Volkes (CNSP). Nach den Militärputschen von 1968 und 2012 ist dies der dritte Staatsstreich in Mali. Die Obersten, die den Staatsstreich durchgeführt haben erklärten, dass sie die Macht abgeben werden, sobald Mali in der Lage sei, eine glaubwürdige Wahl zu organisieren.
Warum haben wir Läden gefüllt mit Lebensmitteln und trotzdem treffen wir auf den Strassen hungernde Menschen? Die verwirrendste Antwort darauf ist die, dass hungernde Menschen nicht essen können, weil sie kein Geld haben, und aus irgendeinem Grund ist dieser Mangel an Geld Grund genug, Menschen hungern zu lassen. Da es reichlich zu essen gibt, und da viele Menschen nicht genug Geld haben, um Lebensmittel zu kaufen, muss die Nahrung vor den hungernden Menschen geschützt werden.